Hinweis der THI: Nicht alle Solarien müssen sicher sein
(Prag, 15. Juni 2011) Die Tschechische Handelsinspektion hat im Sommer wieder Kontrollen der Solarien verschärft. Die Inspektion verfolgt diese seit dem Jahr 2009 und die ersten Ergebnisse waren tragisch – Sechs Solarien aus zehn kontrollierten haben die Kontrolle nicht bestanden. „Der Schutz der Gesundheit ist immer unsere Priorität. Es hat ein Jahr von strengen Kontrollen gereicht und es hat uns gelungen die Zahl der nichtausreichenden Solarien um eine Hälfte herabzusetzen. Ich erwarte, dass in diesem Jahr die Zahl der mangelnden Solarien wieder niedriger wird,“ sagt der Minister für Handel und Industrie Martin Kocourek.
Nach allarmierenden Ergebnissen der Kontrollen aus dem Jahr 2009 hat die THI die Aufsicht über Solarien wesentlich verschärft. Sie hat sich vor allem auf die Einhaltung der Anforderung der Gesamtstrahlung für Erythem, d.h. für Hautrötung nach Erregung durch die Strahlung im Solarium gerichtet. Schon die Ergebnisse aus dem letzten Jahr haben eine wesentliche Besserung gebracht – während in dem Jahr 2009 mehr als 62% der gemessenen Einrichtungen nicht entsprechend waren, in dem Jahr 2010 haben die Kontrolle 33,4% nicht bestanden.

„Dabei wird gezeigt, dass die Solarien, die einmal von den THI Inspektoren besucht wurden, beachten jetzt viel mehr die Sicherheit der betriebenen Einrichtungen. Die wiederholten Kontrollen sind meistens ohne Mängel oder die Probleme sind nur klein,“ fügt Minister Kocourek hinzu.

Eine strengere Aufsicht kam zugute auch den Kenntnissen der Solarieninhabern – die Inspektoren trafen bei den Kontrollen fast nicht mehr Unternehmer, die keine zumindest kleine Bewusstsein und Informationen über die Wirkungen der Nutzung von mangelhaften Geräten auf die Gesundheit der Kunden hatten.

„Praktischer Wechsel der der Röhren oder Halogenröhren für neuere Typen, die den Anforderungen der neuen harmonisierten Norm entsprechen, ist aber finanziell Anstrengend und darum finden wir immer noch Solarien, die mit dem Wechsel warten und die älteren nichtentsprechenden Röhren oder Halogenröhren „ausleben“ lassen. Ähnlich stoßen wir auf Fälle, in denen die Röhren und Halogenröhren zwar schon gewechselt wurden, aber für nicht geeigneten Typ, der immer noch die Grenzwerte für die Gesamtstrahlung nach dem Funktionsspektrum für Erythem 0,3 W/ m2 erfüllen, sagt Jan Štěpánek, Beauftragte f für die Leitung der THI. „Darum setzen die Kontrollen von Solarien auch in diesem Jahr fort.“

In dem letzten Jahr haben die Inspektoren insgesamt 41 Kontrollen mithilfe des übertragbaren Spektro-Radiometers, bei denen sie 47 Solarieneinrichtungen gemessen haben. Der Norm für die Gesamtstrahlung nach dem Funktionsspektrum für Erythem haben 19 Solarien nicht entsprochen.

Andere 354 Solarieneinrichtungen bei 192 Subjekte haben die Inspektoren mit Handorientierungsspektrometern gemessen, die Überschreitung der Werten für die Gesamtstrahlung nach dem Funktionsspektrum haben sie bei 115 Solarieneinrichtungen festgestellt. 
 
Kontrollen mit Handspektrometer 7.5 Ery
Kontrollen mit Radiospektrometer OL756
Zahl der Kontrollen
Zahl der gemessenen Einrichtungen - Solarien
Zahl der nicht entsprechenden Einrichtungen - Solarien
Zahl der Kontrollen
Zahl der gemessenen Einrichtungen - Solarien
Zahl der nicht entsprechenden Einrichtungen - Solarien
192
354
115
41
47
19
 
Ergebnisse der Messungen der Solarien im jahr 2011
Zahl der Kontrollen
Zahl der gemessenen Einrichtungen - Solarien
Zahl der nicht entsprechenden Einrichtungen - Solarien
Zahl der nicht entsprechenden Einrichtungen – Solarien in %
233
401
134
33,4 %


Internationale Zusammenarbeit
Die gemeinsame europäische Aufsichtskampagne gerichtet auf Solarien, konkret auf Geräte für Hautpflege bei Nutzung von ultraviolette und infrarote Strahlung, die von dem europäischen Verband PROSAFE organisiert wird, hat die Tschechische Handelsinspektion schon im Jahr 2008 zugetreten. Der erste Teil der Kampagne hat ausschließlich die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen beim Betrieb von Solarienstudios (Fitness, Wellness, Kosmetiksalons etc.) betroffen.

Medienkampagne, die in dem Jahr 2009 verlief, gleich wie die anknüpfende Aufklärungstätigkeit, vor allem die internationale ESA-PROSAFE Konferenz im März 2010, an deren Ärzte, Dermatologe, Vertreter der Industrie und Staatsverwaltung teilgenommen haben und an deren Veranstaltung die THI mitgearbeitet hat, hat sich positiv an der Besserung der Situation auf dem Markt widerspiegelt und zu der Erhöhung des Bewusstseins über die Risiken der Solarien unter den Betreibern dieser Einrichtungen und auch unter deren Kunden beigebracht hat.
 
 
 
 
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