Ratschläge zum Kauf von neuen Handys
(Prag, 1. April 2010) Die Tschechische Handelsinspektion gibt den Verbrauchern Ratschläge, wie bei dem Kauf von neuen Handys zu verfahren und was beim Kauf zu vermeiden, um eventuelle Probleme und Täuschungen vorzubeugen.

Ihr altes Handy verältet langsam und sie brauchen ein neues. Das Angebot auf dem Tschechischen Markt ist wirklich breit, die Operators bieten Päckchen mit dem Handy für 1 CZK an, die autorisierten Verkäufer kommen täglich mit neuen Aktionspreisen, die Secondhandshops sind voll von Gebrauchthandys, Sie wollen aber ein neues Gerät und ohne Vertrag. Solcher Verbraucher kauft oft ein Handy bei einem nicht geprüften Verkäufer und ist überzeugt, dass er Anspruch an die 2 Jahre Garantie hat und dass ihm nichts bei dem Kauf überraschen kann.

 

Ob die Realität wirklich so ist, überprüft die Tschechische Handelsinspektion bei ihren gerade auf den Verkauf von neuen Handys gerichteten Kontrollen, die sowohl in den Steingeschäften von Hunderten nicht autorisierten Verkäufer als auch bei den Internetverkäufer durchgeführt werden. Die bisherigen Ergebnisse sind oft überraschend. Obwohl bei dem Verkauf alles in Ordnung scheint, d.h. der Verkäufer macht das Gerät vor, das ganze Menu in dem Telefon völlig auf Tschechisch ist und alle Funktionen und Applikationen laufen, muss nicht alles so sein, wie es auf den ersten Blick scheint.

 

Der Grund ist klar. Das heutige Handy ist eigentlich schon ein kleines Computer und so ergibt der Hersteller Zeit zu Zeit für das Handy eine Aktualisierung des Softwares. Hier liegt in einigen Fällen das Problem. Der bis jetzt zufriedener Nutzer des neuen Handys setzt die automatische Aktualisierung, die für ihn zur Verfügung ist, und statt der verbesserten Funktionen wird der Nutzer nach dem Ausschalten und Anschalten des Handys in einer anderer Weltsprache begrüßt, obwohl das Handy bis jetzt vollkommen auf Tschechisch war.

 

Tschechisch zurück einzustellen ist aber Problem. Der Verbraucher stellt fest, dass Tschechisch in dem Angebot des Menus fehlt. Erste Hilfe sucht der überraschte Nutzer an der Hotline des Reparaturdienstes der Alleinvertretung der Handymarke. Und da bekommt er eine ärgerliche Antwort. Falls das Handy nach der Aktualisierung nicht Tschechisch „spricht“, oder einige Zusatzfunktionen nicht funktionieren, vorwiegend bei teureren Modellen, ist die Ursache klar. Das Handy wurde nicht für den Markt der Tschechischen Republik hergestellt, und darum wurde ihm Tschechisch als Sprache nicht in dem Betrieb installiert. Die sog. Lokalisation der tschechischen Sprache wurde erst später, meistens direkt bei dem Verkäufer hier in der Tschechischen Republik durchgeführt. Endgültig und eindeutig kann der Herkunft des Handys (bzw. für welchen Markt das Handy hergestellt wurde) aufgrund der IMEI Nummer (ähnlich wie Geburtsnummer) bestimmt werden. Autorisierte Reparaturdienste lehnen die Einnahme von so behandelten Handys zur Reparatur ab, die Zurückaufnahme der Tschechischen Sprache aber nur bei einem Reparaturdienst möglich ist. Die aktualisierte Softwareversion nicht einfach abgeschafft werden kann. Der enttäuschte Kunde wusste oft nicht über diese Tatsache und wurde darauf bei dem Kauf nicht aufmerksam gemacht.

 

„In Zusammenhang mit dem Verkauf von neuen Handys muss aber auch die Tatsache betont werden, dass der Verkauf von so behandelten Geräten in der Tschechischen Republik nicht verboten ist, der Kunde muss aber im Voraus klar auf die Tatsache aufmerksam gemacht werden, dass es sich um ein behandeltes Gerät handelt, und zwar auch im Zusammenhang damit, dass ihm dadurch die Garantie begrenzt ist. Ansonsten handelt sich um einen eindeutigen Verstoß gegen Verbraucherschutzgesetz,“ sagte RNDr. Jana Příhodová, Zentraldirektorin der Tschechischen Handelsinspektion.

 

Es ist nur die Entscheidung des Kundes, ob er ein Gerät ohne Tschechisch kauft, das meistens etwas billiger ist, oder ob er ein Bisschen mehr bezahlt und den Kauf eines Handys wählt, dass die Lokalisation der tschechischen Sprache beinhaltet, bzw. gerade so behandeltes Handy kauft.

Falls sie bei dem Kauf des neuen Handys die oben genannte Probleme vermeiden wollen, empfiehlt die Tschechische Handelsinspektion bei dem Kauf folgende Regeln zu behalten.

Das Handy muss in einer nicht gebrochenen Originalverpackung verkauft werden. Der Verkäufer packt das Gerät vor Ihnen aus, nimmt das Gerät aus Schutzfüllungen aus, u. zw. sowohl das Gerät als auch die Akku oder anderes Zubehör. Nach dem ersten Einschalten kann das Handy z.B. auf Englisch eingestellt, im Menu muss aber Tschechisch zur Verfügung sein. Im weiteren muss das Gerät eine Einleitung auf Tschechisch haben. Ein Zeichen davon, dass das Gerät für den Tschechische Markt bestimmt wurde, kann auch die tschechische Beschreibung auf der Verpackung sein. Kontrollieren Sie auch die IMEI-Nummer u.zw. durch die Eingabe der Kombination *#06# auf dem Grunddisplay des Handys, wo die Herstellnummer erscheint, die Sie mit der beigelegten Dokumentation und mit der Nummer auf dem Gerät (meistens unter dem Akku) vergleichen. Erfordern Sie auch die Ausfüllung von dem Garantieschein, bzw. die Eingabe der IMEI-Nummer in die Rechnung.

Nur so können wir die eventuelle Probleme und Täuschungen vermeiden.

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